Die Entwicklung: Von der CD zur MP3
Die CD mit herkömmlichen Musikdaten beherrschte über viele Jahre den Markt. Sie trug maßgeblich dazu bei, dass Musik als Medium die ganze Welt erreichte und endgültig zum Massenmedium avancierte. Vergleicht man eine CD von 1992 mit einer aktuellen CD von 2005, so stellt man maßgebliche Unterschiede fest. Die Qualität der CD erlebte innerhalb kurzer Zeit einen Aufschwung und auch die Kapazitäten der CDs stieg auf bis zu 800MB an. In dieser Zeit war bereits die MP3 weit entwickelt und herrschte hauptsächlich im Internet vor.
Mit dem Aufkommen von Tauschbörsen wie Kazaa und eMule erlebte die Musikbranche und auch die CD einen drastischen Einbruch. Zu Beginn war es möglich ungestraft jegliche Musikdateien und Musikvideos als Download auf den eigenen Computer zu ziehen. Zugleich kamen die Brenner in Mode. Des Brenners Sinn, Sicherheitskopien von CDs und Software anzulegen, wurde bald entfremdet. Nun wurden Spiele, Betriebssysteme und sonstige Software kopiert, verschenkt und verkauft. Da jedes Jahr die Anzahl der Haushalte mit Internetanschluss und Brenner stark anwuchs, war es nötig eine Lösung für die Einnahmeausfälle während der letzten Jahre zu finden.
Dies taten die zuständigen Behörden, indem sie verboten Software und Musik zu kopieren. Dem Boom tat das allerdings nicht viel an. Man suchte nun nach einer Methode den Markt wieder zu stabilisieren. Um dies zu erreichen, wurde das Dateiformat MP3 beworben und Technik um diesen Datentyp entwickelt. Wie jede Neuheit, mussten auch die portablen MP3-Player erst bekannter werden und kamen nach und nach auf den Markt. Diese Geräte können von einem MP3-Stick und anderen Speichermedien die Daten lesen uns ausgeben. Die passenden Musikstücke laden noch immer viele, obwohl dies illegal ist, im Internet herunter. Legale Musikanbieter sind unter anderem "Musicload" und "Itunes".
Zukunft MP3
Der Lauf der Zeit ist, dass alle Medien immer kompakter werden. Diese Entwicklung konnte man bereits beim Fernsehgerät sehen, welches einst riesig war. In den Jahren nach der Einführungsphase verbesserte man die Qualität dieses Mediums, bis letztendlich die Flachbildschirme die Regale in den Elektronikmärkten säumten. Dieser Trend ist auch bei MP3 sichtbar. Waren noch vor kurzem große CD-Player erforderlich, um MP3s abzuspielen, sind es heute kleine MP3-Player, die die gleiche Klangqualität und Komfort bieten. Ein weiteres Beispiel für den "Hang zum Kleineren" ist, dass Speichermedien bereits mehrere Gigabyte fassen und fast wöchentlich neues Zubehör auf den Markt gebracht wird.
Inwiefern MP3 als verkaufbares Format Zukunft hat, wird vor allem die Entwicklung der Tauschbörsen zeigen. Noch weis keiner, ob es jemals ein Verbot dieser geben und ob die Zahl der Nutzer wieder ansteigen wird.
Fakt ist allerdings, dass die Technik rund um das Produkt MP3 einen Aufschwung erleben wird. MP3-Player und Speichermedien werden immer gebraucht, selbst wenn die dazugehörige Musik illegal besorgt wurde. Dies ist zwar stark zu verurteilen, jedoch leider kaum aufzuhalten.